Herbstimpressionen

Jetzt
hat der Baum schon bunte Blätter,
sachte sie zu Boden taumeln,
und die Winde werden kühler,
lassen mich vom Sommer träumen.

Wenn es Herbst wird...
Abgeerntet sind die Felder,
bunt gefärbt das Laub der Wälder.
Durch den Garten tönt Gesang
und wir feiern Erntedank.
Vor dem Haus hält unser Kind
seinen Drachen in den Wind.
Sonnenschein am Regentag,
so ist der Herbst wie ich ihn mag.
Am Himmel zieht ein Vogelschwarm
in den Sünden, wo es warm,
doch wir Menschen harren aus,
un beheizen nun das Haus.
Wenn vor der Tür der Regenguß,
ist das Lesen ein Genuß.
Und die Kinder spiel`n "Mau-Mau",
trinken schaumigen Kakao.
Wir backen Brot und Zuckersterne,
schnitzen Kürbis und Laterne,
zünden abends Kerzen an,
und basteln einen "Eichel-Mann".
Mit Lichterfest und Martinszug
vergeh`n die Wochen wie im Flug.
Und wir denken, wenn es schneit:
Der Herbst war eine tolle Zeit !
(Felicitas Rupprecht)

Herbstlich
wunderschön:
"laubbedeckte Wälder in unterschiedlichsten Farben",
"Maroni"
Erntedank

Erde, die
uns dies gebracht,
Sonne, die es reif gemacht,
Liebe Sonne, liebe Erde,
Euer nie vergessen werde.
St. Martin
Am 11.
November wird des heiligen Martin, Bischof von Tours, und seiner guten Taten
gedacht.
Martinsumzug, Martinslampions / Martinslaternen
Das wohl bekannteste Brauchtum am Martinstag ist der Martinsumzug. Früher wurden
die Kinder vor dem Umzug gesegnet: "Herr Jesus Christus, schau auf diese Kinder,
die ihre Lampen in Händen tragen; Segne sie, damit sie bereit sind, nach dem
Vorbild des heiligen Martin anderen zu helfen und zu teilen, was sie besitzen."
Um das Jahr 334, Martin war etwa 18 Jahre alt, ereignete sich der berühmte
"Mantelvorfall". Während eines besonders kalten Winters begegnete Martin am
Stadttor von Amiens, wo er als Offizier stationiert war, einem armen,
unbekleideten Mann. Keiner der Vorbeikommenden half dem Bettler, und so verstand
Martin, daß es seine Aufgabe sein sollte, dem Mann zu helfen. Da er nichts
anderes besaß, nahm er sein Schwert und schnitt seinen Mantel in der Mitte
auseinander. Er gab dem Bettler die eine Hälfte und behielt die andere für sich.
Einige der Umstehenden lachten über Martin in seinem halben Mantel, andere
jedoch bekamen ein schlechtes Gewissen, da sie - obwohl sie mehr besaßen als
Martin - dem Bettler nicht beigestanden hatten. (Heute fügt eine jüngere Quelle
hierzu an, daß Martin abgesehen von dem Spott seiner Mitmenschen auch noch eine
Arreststrafe seitens seiner Vorgesetzten habe hinnehmen müssen: drei Tage Haft
wegen mutwilliger Beschädigung von Militäreigentum.)

St. Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Roß das trug ihn fort geschwind
St. Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel schützt ihn warm und gut.
Im Schnee, da saß ein armer Mann,
hatt' Kleider nicht, hatt' Lumpen an:
"Oh helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bitt're Frost mein Tod!"
St. Martin zieht die Zügel an,
sein Roß steht still beim armen Mann.
St. Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.
St. Martin gibt den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
St. Martin aber ritt in Eil
hinweg mit seinem Mantelteil.

Allerheiligen
Wir
gedenken den Toten!
Eine Laterne bringt Licht, trotz Nebel und
Düsternis.
Was
Ihr seid, das waren wir, was wir sind, das werdet Ihr.
Was
wir sind, das waren sie, was sie sind, das werden wir.
"Wie du bist, so war ich, wie ich bin, so wirst du sein".

Der Tag dient dem
Gedenken "aller Heiligen", Märtyrer und Verstorbenen, die bereits zur Vollendung
mit Gott gelangt sind. Im Vordergrund steht jedoch nicht die Trauer und das
Gedenken der Verstorbenen. Grundlegende Voraussetzung sind die christliche
Überzeugung, daß durch Jesus Christus der Tod überwunden wurde und daß durch ihn
eine Verbindung zwischen Lebenden und Toten besteht sowie der Glaube an bzw. die
Hoffnung auf die Auferstehung. Es ist üblich, Friedhöfe zu besuchen und die
Gräber zu schmücken. Es finden Gebete und Fürbitten für die Toten statt, um
ihnen bei der Vollendung mit Gott zu helfen.
Typisch ist auch das Aufstellen und Entzünden von Kerzen - sogenannten
"Seelenlichtern".
Die Kerze läßt man auch am nächsten Tag, an "Allerseelen", noch brennen.
Einem alten
Aberglauben zufolge, war es lebensgefährlich, in der Nacht von Allerheiligen auf
Allerseelen ins Freie zu gehen, da Geister und Dämonen ihr Unwesen trieben
(siehe Halloween).
Halloween
Hexen,
Geister und Vampire,
huschen plötzlich durch die Nacht.
Sie tanzen und lachen, laut und schrill,
bis dass der Morgen dann erwacht.
Halloween war
ursprünglich ein Fest zu Ehren der Toten, heute ist es nur noch ein gruseliger
Partyspaß
- vor allem für Kinder.
