Die schwierige Seite
(Der schwierige Mitmensch)

Hier werden Schwierigkeiten des täglichen Zusammenlebens angesprochen.
(konstruktive oder destruktive Kritik)

Ja, sprechen wir doch einfach manches an, worüber oft geschwiegen wird.

Diese Seite will zum Nachdenken anregen, eine "andere" Sicht darstellen,
vielleicht auch manchmal ein kleines Bißchen aufhetzen
und zeichnet sich ab und an durch subtilen Sarkasmus aus.

 

Beispiele: (Anm.: nicht der Wichtigkeit nach gereiht)
Diese Themen werden noch behandelt werden >
Homosexualität und das Recht auf die Möglichkeit zur sogenannten "Verpartnerung", Stigma des Suizids, Mobbing, fehlende Zivil-Courage, Schutz vor HIV, Krieg, Neo-Nazis, Rechtschreibreform, Anorexie, Alkohol,
und -erstaunlicherweise-  "Volksmusik"!

 

Einheitsschule ???
 

 

1. Suizid ansprechen
Wenn man das Gefühl hat, jemand hegt vielleicht Suizidgedanken - ansprechen !
Vorsichtig und feinfühlig, aber - ansprechen !
Ansprechen von Suizidgedanken löst nie Suizid aus !!!

 

 

2. Fremdarbeiter, Gastarbeiter, "Ausländer":
Was soll das dämliche Argument, sie nehmen uns die Arbeitsplätze weg?
Wieviele Österreicher verkaufen Zeitungen auf der Strasse, oder Rosen,
wieviele gehen putzen, wieviele machen die niedersten Dienste am Bau?
Wieviele Österreicher würden unsere Strassen kehren und unseren Dreck wegräumen, wenn wir,
erstaunlich vorausschauend, diese Berufsgruppe nicht in den Beamtenstand erhoben hätten?

Sind wir nicht nur eifersüchtig auf die, die es sich verdient haben, besser zu sein? 

Arbeitserlaubnis, Sprachbarriere, Übernehmen einer fremden Kultur
Das Lernen der Sprache wäre wichtig, ja, aber warum sollten sie sich kulturell anpassen?
Würdest Du Deine Kultur aufgeben, wenn Du in ein anderes Land kommst, wo Dir alles fremd ist?
Würdest Du nicht auch an Altbekanntem festhalten?

"Wir sind ja nur gegen die, die uns runtermachen, die verlangen und gar nichts dafür tun, die kriminell sind... "
Und wieviele sind das?  Wieviele wollen arbeiten und dürfen nicht? Was ist die Realität?
Ein Flüchtlingsvater, der es gewohnt ist, seine Familie zu ernähren, sitzt in einem Zimmerchen und darf nichts tun.
Vermutlich wäre er froh, wenn er auch niedere Arbeiten verrichten dürfte und vielleicht sogar weiterhin das Gefühl hätte,
zum Unterhalt seiner Familie beizutragen.  Wäre das so schlimm, Österreich?
 

"Ausländer": Wie definieren wir das?
Ist nicht auch Deutschland Ausland?

Österreich ist multikulturell und war es schon immer und gerade darauf bin ich stolz.
Die Eltern meiner Urgroßeltern stammen, soweit ich weiß, aus Ungarn und Böhmen,
und Deine?
So viele Generationen sind das nicht!

Xenophobie wikipedia

 

 

3. "Volksmusik":
Musik und Lieder, um das Volkstum hochzuhalten, meist mündlich überliefert.
Wie wird Volksmusik heutzutage definiert? Ich weiß es nicht!
Was ist das im Musikantenstadl? Ich weiß es nicht, aber sicher keine Volksmusik im ursprünglichen Sinn!
Allgemein wird Volksmusik doch als etwas definiert, was "das Volk singt" oder gesungen hat,  oder!?
Für mich heißt Volksmusik in Österreich "In die Berg bin i gern" oder "Und jetzt gang i an Peters Brünnele"
oder "Am Brunnen vor dem Tore" oder "Schneewalzer".
Eben alles, was in einem bestimmten Land so gut wie jeder kennt,
ob er jetzt in einem Bundesland im Norden, im Süden, im Osten oder Westen dieses Landes lebt.
Daher ist die Sprache der Volksmusik natürlich die jeweilige Landessprache, durchsetzt mit verschiedensten Dialekten.
Und natürlich kennt man mittlerweile auch viele anderssprachige "Volkslieder", wie zum Beispiel "Jingle Bells",
das ursprünglich aus dem englischsprachigen Raum stammt.

Ist das, was man heute als Volksmusik bezeichnet wirklich noch volkstümlich
oder nur mehr "Unterhaltung der harmlosen Gemüter" zum Geldmachen?

Und das Kuriose am Musikantenstadl: Das meiner Meinung nach einzig wirkliche Volkslied des ganzen Abends ist das,
was das Volk singt und jeder kennt: "Servas, Pfiat god und Auf Wiedersehen, die Musi is leider jetzt aus, ...)
 

 

4. Tierschutz:
Hier geht es um Verantwortung.
Schenken wir Tiere, die dann niemand will?
Ist es uns zu viel Aufwand, einen Schnupfen behandeln zu lassen?
Geben wir sie wenigstens im Tierschutzhaus ab oder setzen wir sie auf die Strasse?
"Leisten" wir es uns, das Weibchen sterilisieren zu lassen, oder setzen wir die Kleinen dann einfach irgendwo aus
und lassen sie dort sterben, oder bringen sie um?
Binden wir sie irgendwo an und lassen sie zurück?
Womit haben sie uns verdient?

"Unseren Tieren geht es meistens besser als den Kindern in der dritten Welt?"
Den meisten, ja, doch ist das ihre Schuld?
 Hoppla, sind wir doch verantwortlich?
 

 

5. Politische Untiefen: 

Wien darf nicht Istanbul werden?
Warum nicht?
Istanbul ist eine der reichsten, schönsten und kulturreichsten Städte, die es auf dieser Erde gibt.
Kein Einwohner Istanbuls würde bei uns Dreck putzen.

Das Scheitern der Unschuld
die ÖVP jahrelang in der Koalition - wer glaubt, dass die SPÖ allein schuld ist?
die ÖVP in der Regierung - wer glaubt, dass die FPÖ allein die Schuld trägt?
die Grünen in der Koalition mit der ÖVP - wer wird schuld daran sein?
In welcher Unschuld wäscht sich die ÖVP?
 

 

6. Selbstjustiz:

Ist falsch, sind wir uns wohl alle einig.
Kann man nur verurteilen?
Wäre ich nicht fähig?

Doch, ich denke, jeder wäre dazu fähig.
Rache ist ein starkes Motiv!
 

 

7. Bundeshymne "frauenfähig":

Ich bin eine Frau, das ist unumstritten. Ich bin für Frauenrechte. Ich bin sicher auch in gewisser Weise eine Feministin,
genauso wie eine Pazifistin, wenn auch nicht unter allen Umständen.  
(sorry, damit sich kein Mann gekränkt fühlt, nun in neutraler Form: Ich habe eine mehrheitlich feministische Einstellung, genauso wie eine pazifistische,
wenn auch nicht unter allen Umständen und ich kann manchmal auch recht sarkastisch sein.)
Ich wüßte gerne, wie Männer reagieren würden, wenn man alle Zeitungen einige Zeit lang nur mehr in weiblicher Form druckt.
Ich finde, Frauen müssen für ihre Rechte eintreten.
Ich fahre gut und gerne Auto, genauso wie viele andere Frauen auch.
Ich kann meinen Lebensunterhalt selbst verdienen.
Ich freue mich, wenn ich als Frau angesprochen werde,
ich fühle mich jedoch auch betroffen (im Sinne von angesprochen), wenn jemand vom "Volk unserer Väter" spricht.
Politisch ganz korrekt müssten wir unsere Sprache auch an die Kinder, die Tiere und vor allem an gesellschaftliche Randgruppen anpassen.

Alles was übertrieben ist, ist schlecht.
Alles was in zu hoher Dosis verabreicht wird, kann krankmachen oder sogar als Gift und tödlich wirken.
Und das Ändern der Bundeshymne?
Das ist übertrieben!!!   Und wie.
Als Frau Paula von
Preradović die Bundeshymne ihrerzeit (1947) verfasste, begannen die Frauen gerade erst, sich aus dem Schatten der Männer zu lösen, gezwungen vom Krieg, hinter dem Herd hervorzukommen, um das Land wieder aufzubauen,
mit Unterstützung der Männer, mit wenigen Ausnahmen, die entweder zu alt oder zu jung waren, um im Krieg zu sterben.

Ist es nicht toll, dass die Dichterin der österreichischen Bundeshymne eine Frau ist?

Wenn man unbedingt eine "frauenfähige" Bundeshymne braucht, soll man doch bitte eine neue komponieren und nicht ein kolossales Werk grundlegend verändern wollen, nur weil die Zeit und die Gesellschaft damals anders war.
Seien wir doch froh, dass sie sich weiterentwickelt hat, das kommt sowieso selten genug vor.
 

 

8. Kondome:

Schutz vor HIV und, auch nicht unwesentlich, vor Schwangerschaft.
Heutzutage ist das eben einfach so: Jede Lebenssituation verlangt nach der richtigen Ausrüstung !


 

9. Anorexia nervosa:

wikipedia Anorexie

Ich bin eine Frau, das ist unumstritten. Ich habe Kurven. Ich sollte, wie viele Frauen, auch etwas abnehmen.
Ich gehe öfter Sport betreiben, wie viele Frauen, doch nicht um gesund zu bleiben, sondern, wie viele Frauen, um mehr Schokolade essen zu können.

Doch da gibt es auch die anderen.
Die können das alles gar nicht mehr, weder Sport betreiben noch Schokolade essen, weil sie ganz arg dünn sind und immer noch dünner werden wollen,
weil sie kaum mehr aufrecht stehen können und  es ihnen schon beim Gedanken an Schokolade schlecht wird,
weil sie oft gar nicht wissen, dass sie ein echtes Problem haben,
weil sie ganz ernsthaft krank sind.

Modedesigner sind nicht unschuldig an unserem gesellschaftlich twiggylastigen Blick, das Schönheitsideal betreffend.
An den Kleiderbügeln fällt die neue Mode ja auch so schön.
Steckt dann da eine echte Frau drin, die sich auch noch bewegt, wird´s schon schwieriger.

Wie wir an der Venus von Willendorf sehen, mußten früher keine Frauen (oder auch Männer) sterben, um als schön zu gelten.
(Wer will schon unbedingt eine schöne Leiche sein?)

 

... Und wieder einmal spricht mich ein Mann an.
Mit verschwörerisch leiser Stimme teilt er mir mit, dass er Frauen mit Kurven ja soviel lieber mag und die ganzen twiggyartigen Skelettweiber,
an denen man(n) sich ja sowieso nur die Beckenknochen aufscheuert, ganz furchtbar findet.

"Was erzählst du das mir? Geh´ hinaus und erzähl das der Welt.
Tu deinen Beitrag zur Änderung des Schönheitsideals, damit nicht mehr so viele Frauen (und Männer) an Magersucht sterben müssen!"

 

 

10. Kirche:

Gemeinschaft und Besinnung ist wichtig, vorallem in der heutigen Zeit.
Was in der Amtskirche so passiert, lässt teilweise hoffen und teilweise einfach nur mehr verzweifeln.

Mir fällt im Moment dazu nicht allzuviel ein, deshalb ... (und das ist jetzt keinesfalls sarkastisch gemeint)

... "Der Friede sei mit Euch!"

 

 

 

 

Supplement - (da nicht persönlich verfasst):
"Titanic", "Kursk" und Konzentrationslager:
(Auszug aus Hans Bankl - "Im Rücken steckt das Messer")

>In der Nacht vom 14. zum 15. April 1912 rammte der Luxusdampfer Titanic, das größte Schiff seiner Zeit, im Nordatlantik einen Eisberg und versank in weniger als drei Stunden. An Bord waren 2206 Menschen, 1503 kamen zu Tode.
Wären die Rettungsboote umgekehrt, hätten möglicherweise noch sehr viele Menschen aus dem Wasser gerettet werden können.
Ein Großteil der Todesopfer trieb mit angelegten Schwimmwesten im eiskalten Wasser. Sie konnten daher nicht untergehen und wurden von Bergungsschiffen eingesammelt. Diese Opfer der Titanic-Katastrophe sind nicht ertrunken, sie starben an Unterkühlung. Die Wassertemperatur betrug 4°C, es erfolgte eine rasche Auskühlung der im Wasser treibenden Menschen von außen nach innen. Je nach Konstitution und Körperbau, d.h. ob beispielsweise fettleibig oder mager, dauert es ein bis vier Stunden bis die Kerntemperatur so weit  abfällt, dass der Tod eintritt.
Vier Stadien werden dabei durchlaufen:
1. 33°C: Das Bewußtsein ist voll erhalten, die Stoffwechselvorgänge werden auf Wärmeproduktion umgeschaltet, das vegetative Nervensystem schlägt Alarm.
2. 30°C: Es beginnt eine Bewußtseinstrübung und Schläfrigkeit; keine Schmerzen, eher wohlige Apathie.
3. 27°C: Bewußtlosigkeit tritt ein, der Herzschlag sinkt auf eine Frequenz von etwa 30 pro Minute. Man spricht von Kältenarkose.
4. Unter 27°C: Herzstillstand, Atemlähmung.

Über diesen stadienhaften Ablauf sind wir durch die verbrecherischen Menschenexperimente der Nationalsozialisten im Konzentrationslager Dachau informiert. Dort wurden an KZ-Häftlingen Unterkühlungsversuche angestellt, um "kriegswichtige Erkenntnisse" für die Rettung abgeschossener und im Wasser treibender Jagdflieger zu gewinnen. Der menschenverachtende Zynismus von SS-Reichsführer Heinrich Himmler ist unfassbar: Es sei von KZ-Häftlingen, die nicht an der Front kämpfen könnten, "wohl nicht zu viel verlangt", sich für solche Versuche zu Verfügung zu stellen. Auf diese Weise könnten sie sich "rehabilitieren".
Das gelang jedoch nur wenigen, denn "im Allgemeinen trat der Tod bei einer Senkung der Temperatur auf Werte zwischen 25,7 und 24,2 Grad ein."  So geschehen in den NS-Konzentrationslagern, über deren Toren bekanntlich "Arbeit macht frei" stand.
Es sind dieselben Lager, die jetzt von einem österreichischen Politiker ungeniert "Straflager" genannt werden.

Am 12. August 2000 ist das russische Atom-Unterseeboot "Kursk" aus noch ungeklärter Ursache gesunken.  Alle Rettungsversuche bleiben erfolglos, die 118 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.  ...
Durch den Energieausfall war es dunkel, die Männer warteten auf den Tod. Sie erstickten langsam, was ein oder zwei Tage, vielleicht aber auch nur Stunden gedauert haben mag. Was passiert dabei?
Sauerstoff wird immer weniger, ausgeatmetes Kohlendioxid dagegen nimmt zu. Es kommt zu Kopfschmerzen, Herzklopfen, psychischer Erregung, dann Atemnot, Krämpfen und schließlich Bewußtlosigkeit. Letztendlich hört die Atmung auf, das Herz schlägt jedoch noch bis zu einer halben Stunde weiter.

In der medizinischen Theorie erwartet man bei Sauerstoffmangel Bewußtseinsstörungen, danach einen wohligen Dämmerschlaf, der in den Tod übergeht. Zynische Ärzte haben daher auch für die Matrosen der "Kursk" die Ferndiagnose gestellt: "Ein angenehmer Tod".
Diesen Leuten ist anscheinend nicht bekannt, dass auch für solche Fälle tödliche Menschenexperimente in Nazi-KZs durchgeführt wurden. Und diese Erstickungsversuche ergaben Schreckliches: In den Protokollen steht: "Krampfatmung, unkoordiniertes Strampeln mit den Extremitäten, schreit laut und beißt sich auf die Zunge, Wahnideen, völlig orientierungslos, reagiert auf Schmerzreize usw.
Unfassbar ist, wozu manche Ärzte fähig waren.<

Anm. d. Redaktion:  Man kann nur hoffen, dass es durch den Energieausfall auf der Kursk im U-Boot so sehr kalt geworden ist,
dass noch rechtzeitig die Körpertemperatur der Matrosen auf 30°C abkühlen konnte.

 

 

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