Sinnloses Wissen 500
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Die Tautologie
Die Tautologie (griechisch – Dasselbe-Sagen) bezeichnet eine
wiederholende Häufung gleichbedeutender Wörter derselben Wortart ("bereits
schon; hegen und pflegen; voll und ganz, immer und ewig"), was die Bedeutung
verstärkt und hervorhebt.
Der Begriff Tautologie wird häufig auch für
einen Pleonasmus verwendet, bzw. die beiden Wörter werden synonym verwendet
und umgangssprachlich als "doppelt gemoppelt" bezeichnet. Eigentlich ist
ein Pleonasmus jedoch eine Häufung sinngleicher – der Wortart nach verschiedener
– Wörter ("ein älterer Greis"; "ein weißer Schimmel").
Häufig rühren Tautologien aus nicht verstandenen Begriffen oder
Fremdwörtern
her, oder um bei Abkürzungen
deren Aussprache zu erleichtern.
Bewusste Tautologien werden in der Zwillingsformel geprägt.
Das Gegenteil der Tautologie ist das Oxymoron.
Zum Vergleich: Der Pleonasmus
Ein Pleonasmus (griech. πλεονασμóς, pleonasmos: Überfluss) ist eine Sinnhäufung und gehört zu den rhetorischen Figuren. Das bedeutet, dass die gleiche Aussage inhaltlich mehrmals durch andere Wortwahl gemacht wird, ist also ein inhaltlicher Zusatz zu einem Wort oder einer Wendung, der überflüssig ist.
umgangssprachliche / volkstümliche Bezeichnung: doppelt gemoppelt
Beispiele aus dem Alltag: weißer Schimmel, schwarzer Rappe, kleiner Zwerg, großer Riese, alter Greis, tote Leiche, runder Kreis, Einzelindividuum, Volksdemokratie, Musikkomponist, Haarfrisur, Mitbeteiligung, zusammenaddieren, auseinanderklaffen, vorprogrammieren, Düsenjet, Testversuch, aufoktroyieren, weltweite Globalisierung, Waffenarsenal, manuelle Handarbeit, Rückstau, Rückantwort, neu renovieren, kahle Glatze, Gesichtsmimik, weiter fortfahren, lautlose Stille, persönlich anwesend, vollendete Tatsachen etc.
Das Gegenteil des Pleonasmus ist die Kontradiktion.
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Übrigens: temporär = vorübergehend, zeitweilig auftretend