ZITATE aus Büchern
und "Genre des Schreckens"
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"Das Zuhören lernen wir nur von jemandem, der uns zuhört, nicht von jemandem, der zu uns sagt: 
Sei Still.“
 
 
(aus Iris Mann-„Lernen können ja alle Leute“)

 

"Der Heuchler ehrt die Moral oder das Gesetz, indem er vorgibt zu gehorchen." 
"Schönheit mag einen zu einer Frau hinziehen, aber sie hält einen nicht. Schönheit muss von innen kommen.!

(aus Rita Mae Brown -„Die kluge Katze baut vor"“)

 

„Gäbe es die konträren Geister nicht, wäre die Menschheit längst ausgestorben und in Österreich wüsste man noch nicht einmal, dass es einen Pfeffer gibt, geschweige denn, wo er wächst.“
(Advocatus Diaboli Smoky - „Offener Brief an die Familie Österreich“ )
(aus „Es ist fad, ohne Cognac auf den Weltuntergang zu warten“ – Augustin)

 

„War er wie ein Kind? Ja. Manchmal. Vielleicht war er noch nicht mal ein Erwachsener, sondern ein Kind, das einfach älter geworden war. Aber was ist schon dabei, die Welt mit staunenden Kinderaugen zu sehen?“      
(aus Lloyd E. Hill: „Der Kater, der aus dem Dschungel kam“)

 

„I felt sometimes as if my soul had been frozen somewhere in middle childhood, that the rest of me had grown, but that part of me which was I , myself, had never reached adulthood. I worked so well with the children not because I had any special gifts but simply because I was one of them, 
my only advantage was extra experience of life.
(Torey L. Hayden- "Somebody else´s kids")

 

„Hört auf mit dieser Bestialität, die so weit entfernt von jeder Menschlichkeit ist. Lasst das grausame Morden, das Abschlachten aller, die sich nicht wehren können. Und bedenkt: Am Ende seid ihr Menschen selbst an der Reihe. Es ist nicht 5 vor oder nach 12. Es ist bereits drei Uhr früh. Bald beginnt der Morgen, der in der Menschheitsgeschichte vielleicht der letzte sein könnte.
Und dann folgt die immerwährende Nacht.“

(aus Alexander Conradt- „Moreno, die grösste Liebe seines Lebens“  > „Irmchen 2“)

 

„Manche Menschen ziehen es vor, den Planeten zu verlassen statt sich zu verändern.“
(aus Louise L. Hay: „Wahre Kraft kommt von innen“)

 

„Denken sie an die alte Regel: Eliminiere das Unmögliche – und wenn nichts übrigbleibt, muß ein Teil des Unmöglichen die Lösung darstellen.“      (aus Marion Z. Bradley: „Der Bronzedrache“: Lisa zu Barry)  

 

„Hier funktioniert etwas, was ein tiefes, fast primitives Unbehagen angesichts der Autos weckt, in die wir uns einschließen, in denen wir anonym werden – und möglicherweise mörderisch.“  
(aus Stephen King- „Danse Macabre“)

 

„Katzen geraten sehr leicht in Panik. Als Einzelgänger müssen sie dauernd auf der Hut und fluchtbereit sein, hinter jedem harmlos aussehenden Busch, hinter jeder Hausecke kann sich der Feind verborgen halten. Es gibt nur etwas, was in ihnen noch stärker ist als Misstrauen und Vorsicht, und das ist die Neugierde.“       
(aus Marlen Haushofer- „Die Wand“)

 

"Vielleicht ist hier das Schicksal am Werk." Er zuckte mit den Schultern.
Das Schicksal war eine komische Sache. Man konnte ihm nicht vertrauen. Oft konnte man es nicht einmal sehen. Wenn man glaubte, es in die Enge getrieben zu haben, stellte es sich als etwas ganz anderes heraus: Zufall vielleicht, oder ein Scherz der Götter. Man verriegelte Türen und Fenster, um das Schicksal auszusperren, und plötzlich stand es direkt hinter einem. Und wenn man hoffte, es endgültig festgenagelt zu haben, schlenderte es mit dem Hammer fort."
   (aus Terry Prachett- "MacBest")

 

"Ich sah Holmes an. "Weiter, Watson", sagte er herzlich. "Sie machen das hervorragend. Absolut erstklassig." Ich sah, dass es sein Ernst war. Tausende hätten ihn als gefühlskalt bezeichnet, und sie wären nicht gerade im Unrecht gewesen, aber er besaß auch ein großes Herz. 
Holmes schützte es einfach nur besser als die meisten Menschen."
"Wie wird er schlafen heute nacht, was meinen Sie?" Holmes sah mich an und lächelte. "Heute nacht schlecht. Vielleicht die ganze Woche schlecht. Aber dann wird wieder alles in Ordnung sein. Er hat ein außerordentliches Talent, schöpferisch zu vergessen."
(aus Stephen King- "Abgrund": ´Der Fall des Doktors´- eine Sherlock Holmes-Geschichte)

 

"Ich hatte derweil allerhand, um dessentwillen es sich lohnt, vorsichtig zu sein."
(aus Stephen King- "Abgrund")

 

"Sie dachte sich viel, sagte aber wenig. Außerdem hatte sie es noch nicht drauf, anderen so gnadenlos wie Mrs. K. das Wort abzuschneiden, wenn sie begannen, sie zu langweilen." 

"Bist du glücklich hier?"  "Hin und wieder schon", antwortete Jessica. 
Aber ihre Augen ließen vermuten, dass dieses Hin und Wieder erstens selten war und dass zweitens immer recht viel Zeit dazwischen verging.
(aus Mystery - "Hilf mir - ich bin tot!)

 

"Die, die sprachen, hatten voller Leidenschaft das Gesicht denen zugewandt, die ihnen zuhörten, und die, die zuhörten, hatten ihr Gesicht aufmerksam auf die gerichtet, die sprachen. Da wurde das Ende der Welt verkündet, die rettende Buße, die Vision vom Siebten Tag, die Ankunft des Engels, die kosmische Kollision, das Erlöschen der Sonne, der Geist des Stammes, der Saft der Alraunwurzel oder der Balsam des Tigers, die Kraft des Zeichens, die Disziplin des Windes, der Duft des Mondes, die Forderung der Finsternis, die Gewalt des Fluches, die Spuren der Ferse, die Kreuzigung der Rosen, die Reinheit der Nymphe, das Blut des schwarzen Katers, der schlafende Schatten, der Aufruhr der Gezeiten, die Logik der Anthropophagie, die schmerzlose Kastration, die göttliche Tätowierung, die freiwillige Blindheit, das konvexe, konkave, ebene, vertikale, schräge, abschüssige, verstreute, entflohene Denken, die Entfernung der Stimmbänder, der Tod des Wortes.
(aus José Saramago- "Die Stadt der Blinden")

 

"...Manche von uns sorgen sich um die Zukunft. Aber ich sage, sorgt euch nicht, denn letzen Endes ist keinem von uns eine lange Zeit auf diesem Planeten zugedacht. Das Leben fliegt dahin. Und wenn ihr je Kummer habt, dann seht zum Sternenhimmel hinauf, wenn die Sterne am samtenen Nachthimmel stehen, und wenn eine Sternschnuppe die Schwärze durchzieht und die Nacht zum Tag macht, sprecht einen Wunsch aus und denkt an mich. 
Macht etwas Außergewöhnliches aus eurem Leben. 
Ich weiß, ich hab´ es getan." 
(aus "Jack")

 

...I thought your friend Ron might like to keep this owl. as it´s my fault he no longer has a rat.
Ron´s eyes widened. The minute owl was still hooting excitedly.
"Keep him?" he said uncertainly. He looked closely at the owl for a moment, then, to Harry and Hermione´s great surprise, he held him out for Crookshanks to sniff.
"What d´you reckon?", Ron asked the cat. "Definitly an owl?"  Crookshanks purred.
"That´s good enough for me," said Ron happily. "He´s mine."

(Joanne K. Rowling- "Harry Potter and the Prisoner of Azkaban")

 

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"One Ring to rule them all, One Ring to find them,
One Ring to bring them all and in the darkness bind them..."
(Tolkien- "Lord of the rings")

 

"Gollum betrachtete sie. Ein seltsamer Ausdruck huschte über sein mageres, hungriges Gesicht. Der Glanz verblasste in seinen Augen, und sie wurden trübe und grau, alt und müde. Ein schmerzhafter Krampf schien ihn zu befallen, er wandte sich ab, schaute hinauf zum Paß und schüttelte den Kopf, als ob er einen inneren Kampf ausfechte. Dann kam er zurück, streckte zögernd seine zitternde Hand aus und berührte sehr vorsichtig Frodos Knie - aber die Berührung war fast eine Liebkosung. Hätte einer der Schläfer ihn sehen können, dann würden sie für einen flüchtigen Augenblick geglaubt haben, einen alten, müden Hobbit zu erblicken, zusammengeschrumpft unter der Last der Jahre, die ihn weit über seine Zeit hinausgebracht haben, über Freunde und Verwandte hinaus und die Felder und Bäche der Jugend, 
ein altes, verhungertes, bemitleidenswertes Geschöpf."
(aus "Der Herr der Ringe" - Gollum)

 

"Es ist keine Zauberei, sondern eine weit ältere Macht", sagte Gandalf. 
"Eine Macht, die auf der Erde wandelte, ehe der Elb sang oder der Hammer erklang."
Eh Erz ward gefunden und Baum gefällt, 
Als jung unterm Monde lag die Welt, 
Eh Ring ward geschmiedet, war Er schon alt, 
Eh Unheil erweckt, ging Er um im Wald.

"Und was mag die Lösung Eures Rätsels sein?", fragte Theoden.
"Wenn Ihr das erfahren wollt, solltet Ihr mit mir nach Isengart kommen", antwortete Gandalf.

(aus "Der Herr der Ringe" - Begegnung mit den Ents)

 

"The Road goes ever on and on                         "Die Straße gleitet fort und fort
Out from the door where it began.                        Weg von der Tür, wo sie begann, 
Now far ahead the Road has gone,                     Zur Ferne hin, zum fremden Ort,
Let others follow it who can!                   Ihr folge denn, wer wandern kann
Let them a journey new begin,                  Und einem neuen Ziel sich weihn.
But I at last with weary feet                   Zu guter Letzt auf müdem Schuh
Will turn towards the lighted inn,            Kehr ich zur hellen Lampe ein
My evening-rest and sleep to meet."           Im warmen Haus zur Abendruh."

(by Bilbo Baggins)                                                                   (verfasst von Bilbo aus dem Auenland)


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"Er war ein Langweiler, ohne jeglichen Sinn für Humor und ohne jegliches Vorstellungsvermögen. Er las nicht, hatte aber zu jeder sozialen und politischen Frage eine unumstößliche Meinung.
Außerdem war er ein Frauenhasser. Er sprach von Frauen, als gehörten sie einer anderen, niedrigeren Gattung an. Die Vorstellung, das man sein Leben mit einer Frau teilen und über tiefe Gefühle mit ihr sprechen konnte, dass man eine Frau lieben, verehren, bewundern und respektieren konnte und ihr Wissen, ihr Verständnis und ihren Humor schätzte, war ihm völlig fremd." 
(aus "Phantoms-Unheil über der Stadt" - Dean Koontz)

 

"Von da an spielte die Katze mit ihren Kindern im Zimmer. Sie wurden eine besondere Belustigung für Luchs, der sich aufführte, als wäre er ihr Vater. Sobald sie merkten. daß er harmlos war, fingen sie an, ihn ebenso zu belästigen, wie ihre Mutter. Manchmal bekam der Hund genug von seinen Quälgeistern und fand, daß sie ins Bett gehörten. Dann trug er sie vorsichtig in den Kasten. Kaum war das letzte transportiert, tummelte sich das erste schon wieder im Zimmer. Die Katze sah ihm zu, und wenn ich jemals eine Katze schadenfroh lächeln gesehen habe, dann war sie es."
(aus Marlen Haushofer- „Die Wand“)

 

"Ich kann nicht wirklich glauben, daß der Junge, der ich einmal gewesen bin, zu mir herangewachsen sein soll. Ich glaube, er lebt irgendwo da draußen. Und mir liegt ungeheuer viel an ihm. Ich versuche immer und immerzu, mit ihm in Verbindung zu bleiben. Und meine größte Angst ist, daß ich den Kontakt verlieren könnte."
(aus "Hexen, Hobbits und Piraten" - Susanne Gaschke zitiert Maurice Sendak)

 

"Dein Hund scheint die Gegend zu mögen", sagte sie. Henri klappte das Buch zu. "Ich mag die Gegend. Die Chance, dass du da irgendwann mal auftauchst, ist größer als anderswo."  Hannah spürte, wie sie rot wurde. Das klingt irgendwie nett, dachte sie. Das klingt ausgesprochen obernett.
Das klingt geradezu urlieb.

(aus Edith Schreiber-Wicke- "Samurai und die verschwundene Katze")

 

"Hannahs Überlegung erübrigte sich, denn Henri kam genau in diesem Augenblick in die Klasse. Das allgemeine Kichern wurde stärker. Henri schaute ratlos. Dann entdeckte auch er, was an der Tafel stand. Sein Gesicht blieb unverändert. Er schien weder verlegen noch verärgert zu sein. Er ging nach vorn. Gut so, dachte Hannah, er wird es wegwischen. Sie erwartete, dass er nach dem Schwamm greifen würde. Aber er nahm ein Stück Kreide. Es gab kratzende Geräusche. 
´HANNAH LIEBT HENRI´ stand noch immer an der Tafel. Darunter stand jetzt eine zweite Zeile: 
`HENRI LIEBT HANNAH`. Henri wischte sich die Finger an einem Taschentuch ab und ging zu seinem Platz.  Das Erstaunliche war, dass plötzlich niemand mehr kicherte."
(aus Edith Schreiber-Wicke- "Samurai und die verschwundene Katze")


"Ich hatte diesen Traum früher sehr oft,  jetzt nur noch selten. Da ist dieser See. Ich weiß nicht, wo er ist. Ich habe ihn nie wirklich gesehen, ich meine, als ich wach war." ... "Schwarzes Wasser. Nicht wie hier, das ist grün und klar. Ich weiß also, daß ich in diesen See hinein muß. Und ich weiß, wenn ich es tue, muß ich ertrinken. Ich bin ganz sicher. Aber ich weiß auch, daß ich gehen muß. Ich will gehen. Niemand hilft Carol, wenn ich ihr nicht helfe. Keiner ist da, der sie hört. Ich renne am Ufer hin und her und rufe zu ihr hinüber. Und dann falle ich in den See. Das Wasser schließt sich über mir. Es ist ganz schwarz. Es ist rund um mich herum, ich kann nicht mehr atmen, und Carol weint noch lauter als zuvor, weil sie weiß, daß ich ertrinke. Ich bin ganz unter Wasser, ich kämpfe und will hinaus, aber ich kann nicht. Ich ertrinke. Ich kann nicht raus. Ich kann niemandem helfen. Ich kann Carol nicht helfen, ich kann mir selbst nicht helfen."
"Das ist ein schlimmer Traum" sagte ich.
Er nickte. "Ein Alptraum. Und dann wache ich auf und meine, ich müsse erbrechen, so sehr habe ich Angst. Es ist, wie wenn man stirbt, dieser Traum. Ich meine jedesmal, ich sterbe, und ich fürchte mich so. Wenn ich diesen See je sehe, werde ich ertrinken. Dieser See ist irgendwo dort draußen, und ich werde ertrinken, wenn ich ihn sehe." 
Charity rutschte von meinem Rücken auf meine Seite hinüber. Sie streckte die Hand aus und berührte Kevin.
"Du mußt keine Angst haben", sagte sie. "Ich habe auch so einen See in mir. Ich glaube, alle haben einen."
(aus Torey L. Hayden  - "Kevin - Der Junge, der nicht sprechen wollte")

 

 

 

Aus Bastian Sick-  "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod":

"Kurz nach drei Uhr morgens gingen im nachtschwärmenden Italien die Lichter aus. Von den Alpen bis zum Ätna - nur die Insel Sardinien blieb unbehelligt."
(Paradox, wenn eine Insel bei Dunkelheit von ausbleibendem Licht unbehelligt bleibt.)

"Paradox ist, wenn ein Goethedenkmal durch die Bäume schillert."

"Der älteste Mann der Welt kann sterben, aber er kann nicht tot sein."
(In der Sekunde seines Todes rückt der zweitälteste Mann der Welt zum ältesten auf, es gibt somit immer einen ältesten Mann der Welt, und zwar solange es Männer gibt)

 

 

Aus Stephen King-  "Brennen muß Salem":

"Er schluckte und starrte das Haus wie hypnotisiert an. Es starrte mit geistloser Gleichgültigkeit zurück."

"Unaussprechliches geschah." 

  „Was war da unten?“ fragte Roger.  „Was hast du gesehen?“
“Nichts“, sagte Hank, und die nächsten Worte kamen stoßweise heraus, getrennt von seinen klappernden Zähnen. „Ich hab´ nichts gesehen und ich will es auch nie wieder sehen.“  

 "Bei Susans Vater fühlte er eine stetig wachsende Sympathie, allerdings gebremst von dem unterbewussten Tabu, das jeder Vater in Gegenwart eines Mannes verspürt, der eher wegen seiner Tochter da ist als seinetwegen. Wenn man einen anderen Mann sympathisch findet und aufrichtig ist, nimmt man kein Blatt vor den Mund; man spricht beim Bier über die Frauen und diskutiert über Politik. Aber wie stark die potentielle Sympathie auch sein mag, kein Vater kann sich einem Mann gegenüber vollständig öffnen, dem die potentielle Defloration der Tochter zwischen den Beinen baumelt. Nach der Hochzeit wird die Möglichkeit zur Wirklichkeit, dachte Ben. Konnte ein Vater tatsächlich eine echte Freundschaft mit dem Mann entwickeln, der Nacht für Nacht seine Tochter vögelte? Vielleicht gab es da eine Moral, aber Ben bezweifelte es."

„Ich denke, es fällt den Menschen relativ leicht, Dinge wie Telepathie, Präkognition oder Telekinese zu akzeptieren, weil ihre Bereitschaft, das zu glauben, sie nichts kostet. Deshalb liegen sie nachts nicht wach. Aber die Vorstellung, das Böse, das Menschen tun, könnte die Täter überleben, ist weitaus beunruhigender.“  

"Sie verblassten gegenüber den Ängsten, mit denen jedes Kind auf engstem Raum in seinem dunklen Bett liegt und die es nur einem anderen Kind eingestehen kann, wenn es auf echtes Verständnis hofft. Es gibt keine Hilfe für das Kind, das jede Nacht mit dem Ding unter dem Bett oder im Keller fertig werden muss, dem Ding knapp außerhalb seines Sichtfelds, das dort herumhampelt, es anstarrt und bedroht. Nacht für Nacht muß es den gleichen, einsamen Kampf ausfechten, und das einzige Heilmittel ist schließlich jene Verknöcherung der Phantasie, die man als Erwachsenwerden bezeichnet."

„Auf dem Marsch ins 20. Jahrhundert hat die katholische Kirche begonnen, sich mit einem neuen, sehr viel weltlicheren Konzept des Bösen auseinanderzusetzen: mit einem Teufel, der weder ein rotgehörntes Ungeheuer mit einem stacheligen Schwanz und gespaltenen Hufen noch eine im Paradies herumkriechende Schlange war – obwohl das ein erstaunlich treffendes psychologisches Bild ist.
Dem Evangelium nach Freud zufolge ist der Teufel ein gigantisches, kollektives Es, das Unterbewusste von uns allen.“  

„Was soll ich tun?“ fragte er den Vorhang.“ “Sagen Sie: ´Segne mich, Vater, denn ich habe gesündigt.´“ “Segne mich, Vater, denn ich habe gesündigt“, sagte Ben. Seine Stimme klang fremd und schwer in dem engen Raum. „Jetzt beichten Sie mir ihre Sünden.“ “Alle?“ fragte Ben entsetzt. „Beschränken Sie sich auf repräsentative Beispiele.“ Callahans Stimme klang trocken. „Ich weiß, dass wir noch etwas zu tun haben, bevor es dunkel wird.“  

 

"Bestie" - Whitley Strieber:

"Schon die Tatsache, daß sie sich in dem Zimmer befand, in dem alles geschehen war, hatte etwas Furchteinflößendes an sich.

Der Vorfall brachte ihre fundamentalsten Auffassungen über das Denken an sich und die Grenzen des Verstandes ins Wanken. Was sind schon Begriffe, was ist schon Fantasie? Gibt es Universen, die angefüllt sind mit den Fetzen unserer Phantasien und Alpträume. Orte, wo die finstere Seite in uns tatsächlich Gestalt annimmt?"

"Woge um Woge brachen Leid und Kummer über Cindy herein und überfluteten ihre Seele. Sie zog die Schultern hochund kämpfte gegen die aufsteigenden Tränen, bis sich ihre Kehle anfühlte, als werde sie mit Lederriemen eingeschnürt. Dann brach es mit einem abgrundtiefen, erstickten Schluchzen aus ihr heraus."

"Sie lauschte und der Bach erzählte ihr tatsächlich etwas. Sie verstand in etwa, was er meinte, als er sagte, daß das Wasser eine Botschaft für sie habe. Es handelte nicht um eine Richtungsangabe oder um eine konkrete Information; es war eine andere Art von Botschaft, gleichmäßige Schwingungen eines schwer verständlichen, doch nützlichen Inhalts."

"Bis jetzt hatte Bob nie richtig verstanden, was genau ihn der Kirche entfremdet hatte. Ein paar Tage unter dem befreienden Erkenntnisschock einer neuen Gestalt hatten jedoch genügt, ihn völlig klarsehen zu lassen: Auf einem Planeten, der die Liebe und den Schutz seiner lebenstüchtigsten Gattung so offensichtlich nötig hatte, stellte eine überwiegend himmelwärts orientierte Kirche einen Anachronismus dar. Ihr Desinteresse am Wohlergehen der Erde entzog ihr restlos jede Glaubwürdigkeit."

"Während er dahinjagte, vollzog die Welt den Übergang vom letzten Herbsttag zum ersten Wintertag, und alle Erinnerungen, alle Wünsche wurden von einer liebevollen Schneedecke zugedeckt."

 

Koontz - Geschöpfe der Nacht:

"Ich wollte ihm sagen, daß er mich mal am Arsch lecken könne. Aber es ist eine Sache, keine Furcht zu zeigen, und eine ganz andere, um eine Kugel mitten in die Stirn zu betteln."

"Als ich das Fenster dann hochschob, knarrte und quietschte es so laut, dass es einem ganzen Film von Wes Craven Atmosphäre verliehen hätte. Orson bellte leise, als hätte er für mein Talent als Gesetzesbrecher nur Verachtung über.
Man ist eben nirgendwo vor seinen Kritikern sicher."

 

Koontz - Der Schutzengel:

"Aber es würde nicht leicht sein, der Zukunft optimistisch gegenüberzutreten und glücklich zu werden. Sie wußte jetzt, daß das Leben erschreckend tragischen Wechselfällen unterworfen war: daß es heiter und warm und im nächsten Augenblick kalt und stürmisch sein konnte, so daß man nie wußte, wann ein Blitzstrahl einen geliebten Menschen treffen würde. Nichts hatte ewig Bestand. Das Leben war eine Kerze im Wind."

"Hör zu, ich will damit nur sagen, daß ... daß das Leben voller Wunder und Überraschungen ist. Gewiß, einige Überraschungen sind unangenehm, und manche Tage sind so leer wie der Kopf eines durchschnittlichen Politikers. Trotzdem gibt es Augenblicke, die mich erkennen lassen, daß wir alle aus irgendeinem Grund, so geheimnisvoll er auch sein mag, hier sind. Unser Leben ist nicht bedeutungslos." 

 

Andrew Matthews  - Das Wolfsmädchen:

"Du bist eifersüchtig!"
 "Auf wen?"
"Na, auf mich!  Du bist glücklich mit dem, was du bist. Ich dagegen habe Angst, kaum Selbstachtung und bin nicht mal
in der Lage, eine Beziehung einzugehen.
Ich bin ein typischer Jugendlicher, und du nicht!"

"Nun wünschte er sich, daß er schon wesentlich mehr aus seinen Fehlern gelernt hätte." 

"Quaid wußte nicht, auf welchem Planeten Martin lebte, aber es war bestimmt nicht Mutter Erde."

"Ja, wir haben uns getroffen, aber es war leider nicht so toll. Sie ist ein merkwürdiges Mädchen."
"Merkwürdig?" "Mit ihren Augen stimmt was nicht."
"Das würde erklären, warum sie sich mit dir auf die Straße traut."

 

Stephen King  - Tommyknockers:

"Dabei war es noch gar nicht so lange her, da war der Beagle ihr immer eine Viertelmeile voraus gewesen und hatte ganze Salven durch das Unterholz gebellt. Sie wußte, daß der Tag kommen würde, an dem sie zu dem Schluß gelangte, daß es so nicht weitergehen konnte; dann würde sie zum letzten Mal auf den Beifahrersitz des Chevrolet-Pritschenwagens tippen und Peter nach Augusta zum Tierarzt bringen."

 

Stephen King  - Die Augen des Drachen:

Die Köpfe der Menschen - besonders die Köpfe von Kindern, sind wie Brunnen - tiefe Brunnen voll süßem Wasser. Und manchmal, wenn ein bestimmter Gedanke so unerfreulich ist, daß man ihn nicht ertragen kann,
dann sperrt die Person, die ihn gedacht hat, ihn in eine schwere Kiste und wirft diese in diesen Brunnen.
Sie lauscht dem Plätschern ... und dann ist die Kiste verschwunden.
Aber natürlich ist sie das nicht. Nicht wirklich verschwunden.
Er wußte genau, daß selbst der tiefste Brunnen einen Grund hat, und nur weil man etwas nicht mehr sehen kann, bedeutet das noch lange nicht, daß es weg ist. Es ist immer noch da und liegt auf dem Grund.
Und er wußte, daß die Kisten, in denen die bösen, verderbten Gedanken eingesperrt waren, verfaulen konnten,
und das Übel darinnen konnte heraus und das Wasser vergiften
 ... und wenn der Brunnen des Verstandes im Kopf vergiftet ist, dann nennen wir das Wahnsinn.

 

 

Genre des Schreckens  &  Grauens

Zitate:  

 

"Bleibst du auf der "Main Street", wo dich jeder leicht erwischen kann oder ist es  besser, du versteckst dich in einer der vielen, dunklen Ecken dieses Viertels, wo du nicht sehen kannst, was dort lauert? 
Du stehst nun vor der Wahl."

"Movies don't create psychos !  Movies make psychos more creative!"

"Sage niemals `Wer ist da?` Du siehst dir doch Horrorfilme an: Das ist der Todeswunsch!"

"Eins, zwei...Freddie kommt vorbei - Drei, vier...verschließ bloß deine Tür - Fünf, sechs...nimm dein Krutzifix - Sieben, acht...schlaf nicht in der Nacht - neun, zehn...du wirst den Tag nicht mehr seh´n."

"Das Haus stand schon seit achtzig Jahren und konnte gut noch einmal achtzig Jahre so stehen. Drinnen hielten die Wände sich aufrecht, die Backsteine waren sauber verfugt, die Fußböden solide und die Türen ordentlich verschlossen; beharrliche Stille lagerte um die Holz- und Steinmauern, und was dort auch umgehen mochte, ging allein um."   (Shirley Jackson- Spuk im Hill House)

"Er schlug die Augen auf.  Sie glitzerten eine Sekunde lang im Mondlicht, Silber mit einem roten Rand. Sie waren so leer wie abgewischte Tafeln. Es war kein menschlicher Gedanke, kein menschliches Gefühl in ihnen. 
Die Augen sind die Fenster der Seele, hatte Wordsworth gesagt. Wenn das stimmte, dann lag hinter diesen Fenstern ein leerer Raum.“
  (Brennen muss Salem)

Heilige Männer sagen, ein Geheimnis sei das Leben.
Und sie wollen sich gerne diesem Gedanken ergeben.
Doch manches Geheimnis bellt und beißt,
es kommt aus dem Dunkel und fasset dich dreist.   (The Book Of Counted Sorrows)

Ein Regen von Schatten, ein Sturm, ein Orkan!
Des Tages Licht weicht; die Nacht jagt heran.
Strahlt hell alles Gute, scheut das Böse das Licht,
nehmen Mauern des Bösen der Welt alle Sicht.      (The Book Of Counted Sorrows)

"Du hast etwas  für Friedhöfe übrig?"
"Es sind so friedliche Orte", erklärte sie. "Sogar mitten in einer großen Stadt ist es dort total ruhig."
"Also mir sind Friedhöfe unheimlich!"
"Du brauchst keine Angst zu haben. Auf einem Friedhof ruhen die Toten, die können die nichts mehr tun.
Du solltest dich lieber vor den Lebenden fürchten."             (Andrew Matthews  - Das Wolfsmädchen)

"Ich habe keine Ahnung, ob das Haus  früher verhext war, aber jetzt ist es ganz sicher so!"         
(Andrew Matthews  - Das Wolfsmädchen)

"Die meisten meiner Mörder sahen wie junge unschuldige Mädchen aus."  (Henker von Paris)

 

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